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Sehenswertes


Burgruine Greiffenberg
Obwohl die Burgruine heute auf dem angrenzenden Territorium von Günterberg liegt, ist sie ein
wichtiger Teil der Geschichte und somit eine der herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt
Greiffenberg. Die Burg - auf einer Anhöhe in der einst sumpfigen Sernitzniederung - entstand vermutlich in Holz- und Feldsteinbauweise in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts zusammen mit der Stadtgründung. Sie befand sich an einem Zolldamm und diente dem Schutz der Handels- und Heer-
straße an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Pommern.
Bei dieser Burg handelte es sich um eine rechteckige Anlage vorwiegend aus Backstein auf Feld-
steinfundamenten. Im 30jährigen Krieg und in der Zeit der darauf folgenden Besetzung durch die
Schweden wurde die Burg als Befestigungsanlage fast völlig zerstört. Ende des 17. Jahrhunderts
gab die Familie von Sparr die Burg auf und nahm das Gut am Fuße des Burgberges zum Wohnsitz. Der Prediger Elsholz schrieb 1712 in der Kirchenchronik von Steinhöfel über die Burg. Er berichtete von einem dreigeschossigen Bau mit holländischem Dach und gewölbten Kellern, einem viereckigen fünfgeschossigen Turm im Westen, vom Schlossplatz mit Brunnen sowie von einem Wall und Graben im Osten. Heute sind oberhalb des Erdreiches nur noch Reste eines Torhauses, des Rundturmes und von Wohnbauten erhalten. Das historische Ambiente wird heute gern für Festlichkeiten und Konzerte genutzt. Das Günterberger Burgfest ist ein begehrter kultureller Höhepunkt.


Sternwarte
Der Turm des Gutshauses in der Sichtachse der Straße war im 19. Jh. und in der ersten Hälfte des
20. Jh. ein Wahrzeichen der Herrschaft der Fam. von Redern. Mit der Fertigstellung der Schulstern-
warte am 01.09.1965 bekam Greiffenberg ein neues Wahrzeichen. Die Sternwarte auf dem 22  m
hohen Turm mit drehbarer 3-Meter-Kuppel kann bei telefonischer Voranmeldung 033332/87622 besucht werden. In den Herbst- und Wintermonaten könnnen jeden Freitag bei klarem Himmel Planeten, Sternhaufen oder Galaxien mit dem 150 mm Spiegelteleskop beobachtet werden.



Greiffenberger Kirche
Bei der ersten urkundlichen Erwähnung (1261) wurde bereits von einer kleinen Kirche auf dem höchsten Hügel mit ,, Erdwerk und Palisaden " berichtet. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg brannte die Kirche ab. Von 1638 bis 1657 gab es keinen Pfarrer im Ort. Bürger reparierten die Kirche behelfsmäßig. 1723/24 entstand auf den Fundamenten des alten Bauwerkes ein Kirchenneubau. 1754 wurde der Fachwerkturm abgetragen und durch einen neuen in Backsteinbauweise ersetzt. Die Turmspitze trug eine Wetterfahne mit den Buchstaben VWP - von Wedell Parlow - und einen Stern. Die in dieser Form bis heute erhaltene Kirche ist ein einfacher barocker Putzbau von rechteckigem Grundriß mit einer Vorhalle an der Südseite. Das Westportal ist rundbogig, die Fenster sind in flachen Kerbbogen geschlossen und von glatten Putzstreifen umrahmt. Die jetzige Turmuhr wurde kurz vor dem 1. Weltkrieg von dem Greiffenberger Uhrmacher Wilhelm Schneider geschaffen und eingebaut.
Der Innenraum beeindruckt durch seine schlichte Gestaltung und Ausstattung. An der Decke fällt ein Messingleuchter für 16 Kerzen mit einer großen Kugel ins Auge. Den Hauptschmuck der Kirche bildet ein barocker Kanzelaltar. Die Kanzel wird auf beiden Seiten von zwei korinthischen Säulen eingeschlossen. Der Schalldeckel der Kanzel ist von einer Strahlenglorie, dem Auge Gottes, gekrönt. An den Seiten findet man wunderschöne geschnitzte und vergoldete Akanthusornamente.
Künstlerisch wertvoll ist der Taufstein aus der frühen Renaissance. Dessen Oberteil mit einem sechseckigen Grundriss besteht aus Sandstein. Die Ecken schmücken kleine Karyatiden. Die sechs figürlichen Reliefbilder zwischen den Karyatiden an der Taufschale stellen Bilder aus biblischen Erzählungen dar: die Sintflut, der Untergang der Ägypter im roten Meer, Philipus und der Kämmerer, die Taufe im Jordan, lasset die Kindlein zu mir kommen und der Segen Jakobs. Die Taufe (1596) stammt von einem unbekannten Meister.
Zwei schöne Fenster mit Glasmalerei an den beiden Seiten des Altars - Christus am Kreuz und Christus segnet - erleuchten den Altarraum. An der Westseite der Kirche gibt es eine Orgelempore. Die Orgel (1742) ist mit barocken vergoldeten Ornamenten und Engelköpfen geschmückt. An der höchsten Stelle der Orgel befindet sich ein barockes Wappen mit der lateinischen Inschrift: ,, Constantia vincit omnia ,, - Standhaftigkeit siegt über alles.
An die Zeit des Patronats derer von Sparr erinnern zwei Grabsteine mit figürlichen Darstellungen der Verstorbenen im Hochrelief: Otto von Sparr gest. 1567 und seine Frau Anna von Ramin.
Im Glockenturm befinden sich drei Glocken. Zwei tragen die Jahreszahl 1920 und den Namenszug des Gießers Ulrich Weule aus Apolda, die dritte ist älter und hat keine Inschrift.

 

 

 

Pfarramt Greiffenberg
Kirchstraße 7, 16278 Angermünde OT Greiffenberg
Tel.: 03 33 34 - 7 19 00  
Fax: 03 33 34 - 7 19 01


VERN e. V.: Schau- und Lehrgarten Greiffenberg
Burgstraße 20, 16278 Angermünde OT Greiffenberg
Präsentation seltener Kulturpflanzen und erhaltenswerter Sorten, Verkauf von Pflanzen und Samen.


Öffnungszeiten:
2. Mai bis 30. Juni
Montang bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr
Samstag                   von 10.00 bis 16.00 Uhr
1. Juli bis Mitte September  
Montag bis Freitag von 10..00 bis 16.00 Uhr
Samstag                 von 10.00 bis 16.00 Uhr
Beratung und Führungen nach Vereinbarung!